Musik an/aus

 

"Betonfieber..."

 

Ein Faible den ich seit meiner Kindheit habe, ist das Interesse für alte Gemäuer, Fabriken, Höhlen, Stollen und vor allem für Bunker und Festungen! In der Region um meine Heimat waren diese Anlagen eher "Mangelware" und so hab ich erst in späteren Jahren diverse Schauplätze dieser Art besucht und erkundet.

Leider habe ich diese vergangenen Streifzüge nie wirklich in Bildern festgehalten und seit es digitale Fotografie gibt war ich mit derartigen Unternehmungen sehr inaktiv! Seit ein paar Jahren habe ich mich allerdings etwas eingehender mit den Bunkeranlagen der Maginotlinie befasst und mein Traum war immer, diese Anlagen ausserhalb des touristischen Kommerzes zu erkunden. Wer nur an Fotomaterial der Anlagen interessiert ist, der ist hier auf dem richtigen Weg.

 

Zu meinen Touren hab ich auch kleine Berichte verfasst, die hier zu finden sind:

 

- Zum Tourbericht eins, August 2012

- Zum Tourbericht sechs, Juni 2014

- Zum Tourbericht zwei, Oktober 2012

- Zum Tourbericht sieben, August 2014

- Zum Tourbericht drei, Mai 2013

- Zum Tourbericht acht, April 2015

- Zum Tourbericht vier, Juni 2013

- Zum Tourbericht neun, Juni 2015

- Zum Tourbericht fünf, Oktober 2013

- Zum Tourbericht zehn, Mai 2016

- Zum Tourbericht elf, November 2016

 

Die Maginotline, eines der imposantesten Verteidigungsbauwerke der Geschichte, auch bezeichnet als "modernes Wunder"

 

Lange Zeit und auch heute noch ist Vielen nicht bewusst, was denn die Maginotlinie genau war oder ist! Die Vorstellungen reichen von einer Mauer die parallel zur Grenze gezogen wurde, über einen unterirdischen Gang, der alle Bunker und Befestigungen der Linie verbindet!

 

Richtig ist, daß die Maginotline erbaut wurde als Hindernis für Panzer mittels verschiedenster Panzersperren und Stacheldrahtverhaue als Infanteriehindernis. Außerdem wurden in manchen Regionen große Wasserreservoirs gebaut um im Verteidigungsfall große Flächen zu fluten und damit unpassierbar zu machen.

Die Hindernisse befanden sich zwischen Kasematten und den größeren Werken der Linie und um diese herum. Hauptbestandteil der Maginotlinie waren 50 voneinander unabhängig stehende Festungswerke. Die Entfernung zur Grenze betrug circa zehn bis zwölf Kilometer, der Abstand zwischen den Werken etwa vier bis fünf Kilometer. Die Verteidigungslinie erstreckt sich vom Atlantik bis hinunter zum Mittelmeer, entlang der französisch-belgischen, luxemburgischen, deutschen, schweizerischen und italienischen Grenze.

 

Sie war in Verteidigungssektoren unterteilt

 

- Flandern Verteidigungsabschnitte der Linie

- Lille

- Escaut

- Maubeuge

- Ardenen

- Montmedy

- Marville

 

diese wiederum in Festungsabschnitte

wie zB. Crusnes

 

Festungsabschnitt Crusnes

 

 

 

 

 Verteidigungssectoren (z. Vergrößern klicken)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Festungsabschnitt Crusnes

Quelle: Jean-Bernard Wahl

"Die Maginotlinie damals und heute"

 

 

Unterschieden wurde hauptsächlich in große und kleine Werke GO´s (gros ouvrages) und PO´s (petits ouvrages),die meistens mit Artillerie- bzw. Infanterie ausgestattet waren, sowie Kasematten und kleine Unterstände.

 

Man kann die Werke etwa wie folgt klassifizieren:

 

 

 

- Klasse 1 Besatzung über 600 Mann, mehrere Infanterie- und Artilleriebunker,

 

- Klasse 2: Mittelgroße Werke, ebenfalls ausgestattet mit Infanterie- und Artilleriebunker,

   450 bis 600 Mann Besatzung,

 

- Klasse 3: Kleine Werke mit Infanterie- und Artilleriebunkern, Besatzungsstärken zwischen

150 bis 200 Mann mit meist nur 2 oder 3 Kampfbunkern

 

- Klasse 4: Infanteriewerke ohne Artillerie mit ca. 100 Mann Besatzung,

 

- Klasse 5: Infanteriewerke, die meist nur aus   einem Bunker bestehen

  (ouvrages monoblocs) und maximal 80 Mann Besatzungsstärke.

 

Die großen Werke "Gros Ouvrages" (G.O.)

 

Gros Ouvrages hatten meistens zwei Eingangsbunker im rückwertigen Bereich, je einen für die Soldaten

(Entree des Hommes = Mannschaftseingang)

und einen für die Versorgung mit Material

(Entre des Munitions = Munitionseingang).

 

Weiterhin besitzen alle Kasernen und Munitionslagerbereichen, die ebenfalls im hinteren Bereich lagen, die vorgelagerten Kampfblöcke, (blocs actift oder blocs de cornbat), diese erreichte man in den großen Anlagen mit Elektrozügen, die Personal und Material transportierten.

Zu den Kampfblöcken führen Treppen die bei den Infanterie- und Artilleriebunker um einen Lift herum gebaut wurden. Zu MG und Beobachtungsständen führt nur eine Treppe. Die Anzahl der Kampfbunker variierte zwischen 6 und 17 Stück, je nach Lage und Bestimmung des Werkes.

Der Kasernen, Kraftwerk und Munitionsbereich, sowie die Verbindungstunnels befinden sich meist, je nach geografischer Lage in ca. 25 - 30 Meter Tiefe. Die Besatzung konnte sich im Einsatzfall dauerhaft im Werk aufhalten und die Werke unter allen Umständen kampfbereit halten.

 

Skizze eines solchen Werkes:

Skizze eines Gros Ouvrages

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu den großen Anlagen der Linie zählen:

 

- Artilleriewerk (G.O.) Fermont (A2)                 ( als Museum zu besichtigen)

- Artilleriewerk (G.O.) Latiremont (A3)

- Artilleriewerk (G.O.) Brehain (A6)

- Artilleriewerk (G.O.) Rochonvillers (A8)

- Artilleriewerk (G.O.) Molvange (A9)

- Artilleriewerk (G.O.) Soetrich (A11)

- Artilleriewerk (G.O.) Kobenbusch (A13)

- Artilleriewerk (G.O.) Galgenberg (A15)            ( Museumsanlage)

- Artilleriewerk (G.O.) Metrich (A17)

- Artilleriewerk (G.O.) Billig (A18)

- Artilleriewerk (G.O.) Hackenberg (A19)           ( als Museum zu besichtigen)

- Artilleriewerk (G.O.) Mont des Welches (A21)

- Artilleriewerk (G.O.) Michelsberg (A22)           ( kann besichtigt werden)

- Artilleriewerk (G.O.) Anzeling (A25)

- Artilleriewerk (G.O.) Simserhof                         ( kann besichtigt werden)

- Artilleriewerk (G.O.) Schisseck

- Artilleriewerk (G.O.) Hohekirkel

- Artilleriewerk Four à Chaux                               ( Museumsanlage)

- Artilleriewerk (G.O.) et ensemble du Hochwald

- Artilleriewerk (G.O.) Schoenenbourg                  ( Museumsanlage)

 

Die kleinen Infanteriewerke PO´s (petits ouvrages)

 

Das Bauprinzip war im Grunde das dasselbe wie bei den GO´s, nur daß es wesentlich kleinere Dimensionen hat. In der Regel besteht ein Infanteriewerk aus zwei bis vier Bunkern, ebenfalls verbunden über unterirdische Hohlgänge. Oft besitzen PO´s keinen expliziten Eingangsbunker, der Zugang befindet sich meist im Kampfbunker Eins.

Vereinzelt besteht ein PO nur aus einem einzelnen Bunker (ouvrage monobloc). Bis auf einige Ausnahmen waren die Petit Ouvrages nur mit Maschinengewehren und Panzerabwehrkanonen ausgerüstet. In den Abschnitten, wo aus finanziellen Sparmaßnahmen keine Artilleriewerke gebaut wurden, sollten die PO´s die alleinige Verteidigung sicherstellen.

Im nördlichen Bereich gab es 36 und in den Alpen 26 dieser Werke.

 

PO´s der Linie

 

      PO Ferme Chappy PO Mauvais Bois PO Bois du Four
      PO Bois Karre PO Oberheid PO Coucou
      PO Hobling PO Bousse PO Berenbach
      PO Bovenberg PO Denting PO Village de Coume
      PO Annexe Nord de Coume PO Coume PO Annexe Sud de Coume
      PO Mottemberg PO Kerfent PO Bambesch
      PO Einseling PO Laudrefang PO Téting
      PO Haut-Poirier PO Welschof PO Rohrbach ( Museum)
      PO Otterbiel    

 

Kasematten:

 

Auf der Hauptkampflinie zwischen den Werken standen Infanteriekasematten, sie wehrten den Feind aus der Nähe ab. Kasematten waren einzelne autarke Bunkeranlagen zum Verteidigen der Lücken zwischen den GO´s und PO´s.

Sie waren auf Sichtabstand, etwa einen Kilometer, von Kasematte zu Kasematte errichtet. Hier erfolgte die Verteidigung mit Maschinengewehren und Panzerabwehrkanonen. 15 bis 30 Mann besetzten eine Kasematte im Einsatzfall.

Auch sie waren mit einer kompletten Infrastruktur ausgestattet Schlafplätze, Wasserversorgung und Sanitäranlagen, elektrischer Strom, Generatoren für Notstromversorgung und Luftfilteranlagen.

Die Verständigung zwischen den einzelnen Kasematten erfolgte telefonisch. Ca. 350 Kasematten wurden im Norden der Maginotlinie gebaut, im Bereich der Alpen nur eine.

 

Zusätzlich zu den Kampfbunkern wurden Beobachtungsbunker (observatoires) gebaut. Diese lagen auf erhöhten Punkten und dienten als “Auge“ und “Ohr“ der Maginotlinie. Beobachtungsbunker waren ausgestattet mit Panzerkuppeln und Periskopen (ausfahrbare Fernrohre). Von hier wurde der Beschuss und das Feuer der Kampfbunker koordiniert. Die Besatzungsstärke war in etwa wie bei einer Kasematte.

Sie waren per Telefon und Funk mit den Befehlsstellen der Werke verbunden. Sowohl bei Treffern oder Korrektur der Schussrichtung und des Schusswinkels wurde mit dem entsprechenden Werk kommuniziert.

 

Im rückwärtigen Raum wurden Abris (Großunterstände — betonierte Kasernen) errichtet, die sowohl als unterirdische (Abri caverne) oder oberirdische (Abri de surface) gebaut wurden. Hier waren weitere Mannschaften sogenannten Intervalltruppen für den Einsatz an der Linie untergebracht.

 

TiefengliederungNoch weiter zurückversetzt waren Munitions- und Materiallager, sowie Friedenskasernen. Straßen für rein militärische Zwecke, eine Schmalspurbahn ( 60 cm), unterirdische Stromleitungen und Telefonleitungen sorgten für Verbindung, Kommunikation und Energieversorgung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Jean-Bernard Wahl "Die Maginotlinie damals und heute"

 

Bau der Linie

 

Der Bau der Maginotline erfolgte hauptsächlich in der Zeit zwischen 1930 und 1936. Verantwortlich für die Bauarbeiten war die CORF (Connnission d'Organisation des Reions Fortifides), eine Übergeordnete “Kommission“ zusammengesetzt aus höheren Offizieren der Infanterie, der Artillerie und der Pioniere der französischen Armee.

Von der CORF wurde die Lage der Werke bestimmt, deren militärische Aufgaben, Baupläne erstellt sowie die Festlegung der Bewaffnung und Versorgung.

 

- 1930 wurden die kleineren Infanteriewerke, Kasematten und Unterstände gebaut,

- 1931 die unterirdischen Gänge der Artilleriewerke

- 1932 wurden dann die oberirdischen Teile der großen Artilleriewerke, die Kampf- und Eingangsbunker

   errichtet.

   Parallel werden Waffen und Panzerteile gefertigt.

- 1933 werden die Artilleriewerke im Rohbau weitgehend fertiggestellt und der Einbau der Waffen und

   Panzerteile erfolgt.

- 1934 bis 1936 werden die Werke mit Fahrstühlen, Lüftung, Stromversorgung,   Telefonleitungen, Küchen

   und Unterkünften ausgestattet

 

Zeitweise arbeiten auf den Baustellen der Maginotlinie über 100 Firmen mit über 20.000 Arbeitern parallel!

Ab 1935 wird allerdings das Geld für den Festungsbau immer knapper und wird deswegen zu großen Teilen alleine dem Militär unterstellt. Unter der Bezeichnung ”MOM" (Main d'oeuvre = militärische Arbeitskraft) wurden Lücken geschlossen die beim Bau der CORF-Festungen stellenweise entstanden waren.

Hier errichtete man kleine Bunker, ohne detaillierte Planung. Beim Einmarsch der deutschen Truppen 1940 stellt sich heraus, dass ihr Kampfwert gering ist. Während dieser Zeit wird auch durch die STG (Section Technique du Ggnie = Technische Abteilung der Pioniertruppen) und die CEZF (Conunission d'Etude des Zones Fortifiges = Kommission zur Erkundung der befestigten Zonen) wie schon erwähnt, in verschieden Abschnitten Bunker in bestehenden Lücken erbaut.

Diese Bauten, Kasematten und Unterstände, sind solider als die Bunker der MOM, aber auch schwächer als die Werke der CORF.

 

In der Zeit von 1930 bis 1940 wurden durch die CORF,

 

- 58 Werke im Norden und Nordosten Frankreichs, davon 22 mit Artillerie

- 50 Werke in den Alpen gegen Italien, davon 23 Artilleriewerke,

- mehr als 400 Kasematten, Unterstände für Infanterietruppen und Beobachtungsbunker gebaut.

 

Ausgerüstet waren sie mit

 

152 ausfahrbaren Türmen, die meisten davon mit Artillerie für Geschütze vom Kaliber 7,5 cm, Haubitzen von 13,5 cm oder Granatwerfer von 8,1 cm. Einige der Türme sind für Maschinengewehre (Infanterie). Die Waffen in den Türmen sind jeweils doppelt als Zwillingsgeschütz ausgeführt.

 

344 weiteren Geschützen, 

 

1536 gepanzerten Kuppeln, die im Gegensatz zu den Türmen fest einbetoniert sind und dadurch nicht beweglich sind. Ihre Funktion ist entweder als Beobachtungskuppeln oder Wachkuppeln (cloches de guetteuritsiiier-mitrailleur = GFM) für leichtes Maschinengewehr zur Nahverteidigung ausgeführt. - Infanteriebewaffnung mit etwa 500 Panzerabwehrkanonen (Kaliber 3,7 oder 4,7 cm) und mehr als 3000 Zwillingsmaschinengewehren.

 

Zusätzlich diesen Verteidigungsanlagen der CORF kommen die beschriebenen Bauten und Waffen des MOM, der STG und der CEZF.

 

Schnitt einer CORF Kasematte:

CORF Kasematte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Jean-Bernard Wahl "Die Maginotlinie damals und heute"

 

Nun noch ein paar Details zur eingesetzten Bewaffnung:

Da die Maginotlinie in Grenznähe war, verzichtete man auf schwere Geschütze mit hoher Reichweite. Vielmehr waren ein schneller Einsatz und hohe Treffsicherheit von Wichtigkeit! Aus diesen Gründen setzte man auf Waffen mit mittlerer Reichweite und einem Kaliber von 7,5 cm, 8,1 cm oder 13,5 cm. Das Feuer erfolgte entweder aus einer Schießscharte oder einem der vielen versenk- und drehbaren Türme.

Geschützturm 

Geschützturmoberteil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Quelle: Jean-Bernard Wahl "Die Maginotlinie damals und heute"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Jean-Bernard Wahl "Die Maginotlinie damals und heute"

 

Zur Nahverteidigung gegen Panzer und generische Infanterie wurden Panzerabwehrkanonen, Kaliber 2,5 cm, 3,7 cm oder 4,7 cm und Maschinengewehre 13,2 mm, Zwillingsmaschinengewehre 7,5 mm und Granatwerfer 5 cm eingesetzt.

Die Artilleriewaffen bestanden aus:

 

- 7,5-cm-Kanone, Modell 1929 oder Modell 1932, Kasemattengeschütz, Reichweite 12 000 m 

- 7,5-cm-Haubitze, Modell 1931, Kasemattengeschütz, Reichweite 6 000m (nur in den Alpen)

- 7,5-cm-Kanone, verkürzt, Modell 1932, Kasemattengeschütz o. Turmgeschütz, Reichweite 9 500 m

- 7,5-cm-Kanone, Modell 1933, Kasemattengeschütz, Reichweite 12 000 m (nur in den Alpen)

- 7,5-ein-Kanone, Modell 1933, Turrngeschütz, Reichweite 12 000 m - 8,1-cm-Granatwerfer, Modell 1932,

   Kasemattengeschütz, Reichweite 3 500 m

- 8,1-cm-Granatwerfer, Modell 1932, Turmgeschütz, Reichweite 3 500 m

- 13,5-cm-Haubitze, Modell 1932, Kasemattengeschütz, Reichweite 5 600 m

- 13,5-cm-Haubitze, Modell 1932, Turmgeschütz, Reichweite 5 600 m Alle Waffen in den Türmen waren als

   Zwillingsgeschütz ausgeführt.

- 21 Türme vorn Kaliber 7,5 cm, Modell 1933,

- 12 Türme von 7,5 cm, Modell 1932,

- 21 Türme von 8,1 cm und - 17 vom Kaliber 13,5 cm.

- Eines der Werke besaß als Ausnahme einen Turm 7,5 cm, Modell 1905, eine Ausführung von vor 1914.

 

Die Türme der Werke waren als Version

 

- für Zwillingsmaschinengewehr Infanterie mit einem Gewicht von 96 Tonnen

- 8, 1-cm-Granatwerferturm Artillerie mit 125 Tonnen

- Turm für kombinierten Waffen (Maschinengewehr und 5-cm Kanone), Infanterie 151 Tonnen

- Turm mit 13,5-cm Haubitze Artillerie , 163 Tonnen

- 7,5-cm-Kanone, Modell 1932 Artillerie, 189 Tonnen

- 7,5-cm-Kanone, Modell 1933 Artillerie, 265-Tonnen

 

Als Infanteriewaffen wurden Panzerabwehrkanonen Kaliber 3,7 und 4,7 cm (Mod. 1934), schweres Maschinengewehr 13,2 mm Mod. 1930 (nur vereinzelt), Zwillingsmaschinengewehr 7,5 mm, Modell 1931, Schnellfeuergewehr 7,5 mm, Modell 1924/1929, Granatwerfer vom Kaliber 5 cm, Modell 1935 sowie eine Kombinationswaffe aus einer 2,5-cm-Panzerabwehrkanone (Mod. 1934) und zwei Maschinengewehren (arme mixte).

 

An der Wand der Bunker befanden sich Rohre zum Auswerfen von Handgranaten in den Diamantgraben zur Nahverteidigung. Des weiteren waren Granatwerfer vom Kaliber 5 oder 6 cm für feste Kuppeln vorgesehen, wurden allerdings real nie eingebaut.

 

 

Leider sind die meisten Anlagen heute verschlossen und wurden in den ´90 Jahren durch Metalldiebe und anderen Chaoten verwüstet und werden es auch heute leider immer noch!  Es kommt aber immer wieder mal vor, dass verschlossene Anlagen von irgendjemandem aufgegraben und geöffnet werden und mit der nötigen Umsicht und Ausrüstung kann man eine Erkundung durchaus wagen ....

 

Bunkeranlage

 

Im August 2012 konnte ich dieses Erlebnis selbst endlich einmal in die Realität umsetzen und mein "Bunkerfieber" begann. Schon nach meinem ersten Besuch war ich diesen Werken hoffnungslos verfallen und es zieht mich magisch zu diesen Anlagen hin.

 

Um so schlimmer und schmerzlicher ist es, wenn man immer wieder sehen muss, wie Metalldiebe oder andere hirnlose Vandalen diese Orte zerstören! Die Exkursionen habe ich in Bildern festgehalten und Bunkeranlage möchte diese auf dieser speziellen Seite zeigen ....  

 

 

 

 

 

  Treppenschacht nach oben

 

  

 

 

 

Gänge ....

 

 

 

 

  

 

Treppenschacht nach oben .....  

 

 

Treppenschacht nach unten

 

 

 

 

 

 

Gänge ohne Ende .............

 

 

 

 

 

 

Treppenschacht nach unten.....

 

Es ist traurig anzusehen, wie in den Anlagen gewütet wurde, auch wenn es sich um Anlagen handelt die zu Kriegszwecken gebaut wurden, dienten sie doch zur Verteidigung! Es ist schade, das man diese Anlagen auch durch Schmiererein und Graffiti verunstaltet hat, ganz abgesehen von den anderen Zerstörungen.

Als Interessierter mit Blickwinkel für die Technik, sowie baulicher Leistung und das Wissen über den geschichtlichen Hintergrund kann man solch ein Verhalten und Handeln nicht nachvollziehen!

Nichtsdestotrotz ist es ein unvergessliches Erlebnis eine solche Anlage im Schein der Taschenlampen zu erkunden, irgendwie Geschichte zum "Anfassen"!

 

Allerdings ein paar wichtige Hinweise hierzu!

 

In KEINEM Fall sollten solche Exkursionen alleine durchgeführt werden und die richtige Ausrüstung darf auch nicht fehlen, Helm, Handschuhe, feste Schuhe, Gummistiefel. Eines der wichtigsten Equipments für ein solches Unternehmen ist Licht, Licht und nochmals Licht, ohne Licht ist man in solch einem Werk verloren! Es sollte auch IMMER ein Externer über genauen Ort und Zeitpunkt der Exkursion informiert sein.

 

Allerdings trotz aller Vorsichtmaßnahmen sollte man sich  über das Risiko einer solchen Begehung bewusst sein, an etlichen Stellen einer solchen Anlage besteht bei Unachtsamkeit akute Lebensgefahr! 

 

Hauptgalerie in einem Gros Overage

Bahnhof in der Hauptgalerie eines GO´s

 

 


 

 

Die einzelnen Fotoalben der Bunkertouren

 

Album 1 Update zu Album 1 Album 2 Album 3 Update zu Album 4
Album 1

(G.O.)

Upd. zu Album 1

Juni 2013

Album 2

(Abris)

Album 3 

(G.O.)

Upd. zu Album 3 

Juni 2014

Album 4 Update zu Album 4  Album 5 Update zu Album 5  Update zu Album 5
Album 4 

(P.O.)

Upd. zu Album 4

Mai 2013

Album 5 

(G.O.)

Upd. zu Album 5

Mai 2013

Upd. zu Album 5

April 2014

Album 6 Album 7 Album 8 Album 9 Album 10

Album 6

G.O. (Museum)

Album 7

Abri

Album 8

G.O.

Album 9

Allerlei

Album 10

Abri

Album 11 Galerie Petit Ouvrage Michelsberg GO S
Album 11

G.O.

Album 12

G.O.

Album 13

P.O.

Album 14

G.O. (Museum)

Album 15

G.O.

  PO Four a Chaux Entry Muniton PO Rohrbach  
 

Album 16

G.O. (Museum)

Album 17

G.O.

Album 18

P.O. (Museum)

 

 

Zurück zur Einstiegsseite  Zurück

 

 

© 2018 K. Michler [ Seite zuletzt geändert am: 07.03.2018, 09:56 von Administrator ]     [ Admin login ]