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Tour Bericht Mai 2013:



Am letzten Sonntag im Mai ging es los auf die erste Tour 2013. Erstes Ziel war eine Untertage-Verlagerung im Elsass, gleich an der deutschen Grenze zu Frankreich. Leider war das Wetter in den Tagen zuvor und auch an diesem Tag uns nicht grade wohlgesonnen!

In Frankreich angekommen machten wir uns bei leichtem Nieselregen bepackt mit Ausrüstung auf den matschigen Weg  zum vermeintlichen Eingang zur U-Verlagerung, leider hatte ich mich zu sehr auf mein Navi verlassen und dieses hatte uns etwas oberhalb des Einganges auf diesen Matschweg gelotst! Wir bemerkten zwar relativ schnell, das wir auf einem Irrweg wahren, und auf kürzester Strecke hatten wir gefühlte 10 cm Erde an den Schuhsohlen …... ein Kraftakt schlechthin und durch den etwas stärker gewordenen Nieselregen auch etwas angenässt! An dieser Stelle entlud sich mein angestauter Frust über das anhaltende miserable Wetter in einem leicht "entgleisenden Schimpfkonzert" meinerseits .....


Zurück am Auto erst mal den Versuch den ganzen Dreck so gut es ging, wieder loszuwerden um dann zum wirklichen Eingang zu fahren, den ich eigentlich schon vorher erahnt hatte, aber man muss sich ja erst mal durch die Technik verwirren lassen.

 

 

Haupteingang zur U-Verlagerung

 

Der eigentlich Hauptzugang war mit einem Metalltor verschlossen, jedoch schon knapp 20 m weiter war ein Loch in der Hangwand zu finden, durch das man einigermaßen bequem in die U-Verlagerung gelangen konnte. Im Inneren stießen wir erst mal auf jede Menge Unrat und Müll.
Leider gab es auch keinen Plan, also mussten wir uns so orientieren was allerdings gar nicht so einfach war am Anfang. In der U-Verlagerung waren etliche Autowracks verschiedenster Epochen zu finden, die sich super als Fotomotive eigneten. Ansonsten war die Größe und Tiefe der einzelnen Stollen sehr beeindruckend und sehenswert, nichts wurde betoniert - alles war aus dem natürlichen Stein gehauen , eine wahnsinns Leistung!

 

 

U-Verlagerung 

      

   U-Verlagerung

  

  Uverlagerung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach ca. 4 Stunden Dunkelheit, vielen Fotos ging es dann wieder zurück an´s Tageslicht, wo uns wieder leichter Nieselregen erwartete. Nach dem Klamottenwechsel  ging es dann ab in´s Hotel.


Am zweiten Tag stand dann erst mal das Petit Ouvrage auf dem Plan was ich vergangenen Oktober mit anfänglichen Schwierigkeiten bei einbrechender Dunkelheit erkundet hatte. Ich wollte mir den eigentlichen Zug Bunkerang und den Hauptbunker einfach gerne mal bei Tageslicht ansehen. Da das P.O. nicht sehr weit entfernt vom zweiten Tagesziel, einer weiteren U-Verlagerung gelegen war, machten wir uns nach einem kurzen Frühstück bei Mc Donald`s auf den Weg. Zu unserer Freude lachte an diesem Tag die Sonne vom Himmel, aber auf die Gummistiefel verzichten ging trotzdem nicht, da die Wiese an dem P.O. und durch die dort weidenden Kühe auch entsprechend pampig war!

 

 

 

 

 

Bunker

 

Nach einigen Bildern von außen wollten wir auch dem Inneren des Bunkers noch einmal einen “Besuch“ abstatten. Zuvor musste aber erst mal das Brett, dass über dem Diamantgraben lag, noch etwas verstärkt werden, da dieses nicht den Eindruck vermittelte stabil genug zu sein. Mit einem etwas dickeren Ast aus dem Diamantgraben wurde dies dann umgesetzt.

 

 

 

Nach kurzem Erkunden des Eingangblocks, stiegen wir in den unteren Teil des Bunkers zur Kaserne, Kraftwerksbereich und Verbindungsstollen hinab. 

Kraftwerk

 

Auch hier noch mal ein paar Bilder, da im Oktober einige dabei waren die nicht zu gebrauchen waren  und dann begaben wir uns zum Bunker 2 und dessen Geschützturm. Nach dem es ja nun draußen hell war, schien das Licht im oberen Teil des Geschützturmes durch die Feueröffnungen, was natürlich auch “geknipst“ werden musste. Anschließend begaben wir uns wieder zurück um uns auf den Weg zum zweiten Tagesziel zu machen.

 

 

 

 

 

Nach kurzer Fahrt zur U-Verlagerung machten wir dort angekommen erst einmal einen kurzen Imbiss. Während wir am Futtern waren kam ein französisches Straßendienstfahrzeug und parkte direkt hinter unserem Auto und die beiden Insassen fingen an, den Straßenrand zu mähen und das Innere des dort gelegenen Kreisverkehres. Das unser Auto jetzt irgendwie im Weg war, erschien mir klar, nur anders parken ging ebenso wenig da die Straße zu schmal war. Also warteten wir geduldig bis die beiden Herren mit den Mäharbeiten bis zum Auto vorgedrungen waren, fuhren dies dann kurz weg um es dann wieder an den ursprünglichen Platz zu stellen.

Anschließend liefen wir dann zu den Eingängen der U-Verlagerung hoch. Zwei der 4 Außeneingänge waren mit Blechtoren verschlossen und die beiden anderen durch Holzgitter. Zu unserer Freude war aber eines der Blechtore nur angelehnt und so konnten wir die U-Verlagerung betreten.

U-Verlagerung

 

Ein ähnliches Bild wie in der Anlage Tags zu vor eröffnete sich uns, auch hi Traktorer Müll, wie auch diverse Autowracks und Reste von Landmaschinen bis hin zum kompletten Traktor.

 

 

 

Das Orientieren in dieser U-Verlagerung war auch nicht ganz so einfach wie in der vorherigen, aber auch hier fanden wir einen Weg uns nicht zu verlaufen!

 

U-Verlagerung

 

Was diese U-Verlagerung wesentlich von der am Tag zuvor besuchten unterschied, dass im Eingangsbereich einige gemauerte Querstollen zu finden waren, die den Verbindungsgalerien in den Gros Ouvrages sehr ähnlich waren.

 

Nach ca. 3 ½ Stunden Aufenthalt verließen wir die Dunkelheit der U-Verlagerung und machten uns an die Fahrt Richtung Thionville.

 

 

Da wir noch einen gewissen Zeitpuffer an diesem Tag hatten, nutzten wir diesen, um an den Eingängen zweier Gros Ouvrages einen Blick zu riskieren. Am ersten angekommen mussten wir leider feststellen das sowohl der Mannschaftseingang, als auch der Munitionseingang verschlossen waren.

EH Bunker 

                                                           EM Bunker

EH Bunker 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also begaben wir uns auf den Weg zum nächsten G.O., dort angekommen zeigten frische Reifenspuren das an diesem Werk aktuelle BunkerAktivitäten stattfinden. Die Infos die wir hatten waren, dass das Werk seit der Nachnutzung durch das Militär verschlossen sei, zu unserer Freude waren aber beide Zauntore vor dem Munitionseinganges des Werkes offen. 

 

 

Auf dem Weg zum Eingang war dann plötzlich ein unverkennbar beißender Geruch in der Luft und die schlimmsten Befürchtungen wurden leider Realität ….

 

 

Das schwere Shot war offen und die Wände waren pechschwarz mit Ruß überzogen! Im Eingangsbereich war der Geruch nach Bunkerverbranntem Kunststoff noch intensiver und die Wände waren innen genauso schwarz wie der Eingangsbereich. Wir gingen dann vor bis zum Schacht des Schrägaufzuges, der einem Kaminschlot gleich kam .... Bunker

  Bunker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier hatten Kabeldiebe “ganze Arbeit“ geleistet und im Inneren des Werkes ein wahres Inferno veranstaltet! Wir machten uns auf den Rückzug, da die Luft sicherlich alles andere als Gesundheitsförderlich war und eine Fassungslosigkeit gemischt mit einer großen Portion Frust überkam uns. Unfassbar das man so mit einem geschichtsträchtigen Werk verfährt und diese quasi eliminiert, denn Fotos machen, selbst wenn die Luftverhältnisse irgendwann mal wieder besser werden ist so gut wie sinnlos da alles einfach nur rußgeschwärzt ist ....
Genau so unfassbar ist, dass Menschen ihre Gesundheit auf´s Spiel setzen und in so einer Atmosphäre das Kupfer aus dem Werk klauen, was die frischen Fuß- und Reifenspuren definitiv bewiesen!

Mit dieser Fassungslosigkeit und Frust machten wir uns auf den Weg in´s Hotel ............

 

Bunker

 

Am dritten und nächsten Tag ging dann die Fahrt zu einem G.O. das nach letzten Informationen zugänglich sein sollte. An Ort und Stelle angekommen bewahrheitete sich diese Infos, allerdings war der Zugang schon von der etwas extremeren Sorte …. und mir war diese Aktion dann doch zu krass und wir beschlossen erst einmal weiter zu fahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir machten uns auf den Weg zu einer Festung aus dem WK I wo laut aktueller Infos auch ein “neuer“ Zugang geschaffen sein sollte!
 
Festung

 

Der Weg vom Parkplatz in den Festungsbereich glich schon einem grünen Dschungel, was sich im Inneren der Festung quasi in eine grüne “Hölle“ wandelte, Brenneselwälder ohne FestungEnde und alles ist verwuchert und zugewachsen und machte das Orientieren nicht grade leicht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fanden aber ein Teil der Festungsbunker und erkundeten diese so gut wie möglich.

Festung                                                          Festung

 

Festung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den vermeintlichen “neu“ geschaffenen Zugang fanden wir dann auch, aber auch hier dann die Enttäuschung ….. Schotdurch das Loch passt eigentlich kein normaler Mensch und der Sinn und Zweck dieser Aktion war uns ein Rätsel! Warum schleppt irgendwer einen Schneidbrenner in diese Hölle, um dann ein Miniloch in ein Schot zu brennen, durch das normal gebaute Menschen im Leben nicht durchpassen ….. Es war zwar auch das obere der vier Scharniere des Shotes abgebrannt, aber die verbliebenen drei anderen waren unversehrt!

 

SchachtWir fanden dann noch zwei Schächte, einen mit sehr maroden Steigeisen und im anderen konnte man die Steigeisen nicht nutzen da direkt davor ein Schachtdickes Rohr in den Schacht ging.

 

Einen Teil der Festungsbunker konnten wir dann leider nicht mehr finden und eine “nähere“ Bekanntschaft mit dem Brenneselwald wollten wir dann auch nicht mehr machen, also machten wir uns auch hier wieder auf den Weg zurück zum Auto!

 

 

Weiter ging es zum nächsten Ziel, einem weiteren G.O. wo der Zugang möglich sein sollte. Leider haben wir uns dann wieder einmal zu viel auf die moderne Technik verlassen und uns von den Aussagen des Navi´s irreleiten lassen, was ein 1 ½ stündiges schweißtreibendes, sinnloses umherirren im Wald zur Folge hatte! Was in dem Waldstück  klasse war, rechts und links befanden sich  unnatürliche Gräben, ähnlich wie Laufgräben und auch ettliche nach Schützenmulden aussehende Vertiefungen, dass bestärkte Bunkeruns auch irgendwie in der Annahme das wir right sind, waren wir aber nicht!! Irgendwann haben wir dann die Suche entnervt abgebrochen und sind wieder retoure zum Auto. Es hat mir aber keine Ruhe gelassen  und ich hab mir noch einmal das ausgedruckte Satbild angesehen  und dann einfach mal mein Handy aktiviert und mit dem Ausdruck verglichen ……. wir waren schlichtweg auf der falschen Seite der angrenzenden Ortschaft unterwegs …… in 5 Min waren wir dann am eigentlichen Eingang … wäre ja soo easy gewesen wenn man sich nicht immer gleich blind auf diese moderne Technik verlassen würde!
Auch hier fanden wir den entsprechenden “Zugang“ laut unseren Infos, allerdings war auch hier das Loch eher grenzwertig, wenn man nicht grade ein Hungerhaken ist.

Bunker

 

Reingekrabbelt bin ich dann trotzdem, nur war mir dann irgendwie nicht mehr ganz wohl bei der Aktion und ich hab mich wieder an´s Tageslicht gezwängt, da der weitere Weg auch nicht Bunker“hürdenlos“ möglich war. Außerdem durch den vielen Regen der BunkerVortage war alles auch ein einziger Matsch und unsere Ausrüstung wäre gnadenlos eingesifft worden, Säcke als Schutz für die Rucksäcke hatten wir leider keine mehr übrig! Also haben wir auch diese Aktion abgebrochen, ich hab mich aus meinen Dreckklamotten geschält und wir machten uns zu einem weiteren G.O. auf den Weg.
 
Zu Diesem  wusste ich nur das es schon länger zu sein sollte, was sich dann auch bestätigte, beide Eingänge sind bis obenhin übererdet und man sieht auch nirgendwo  Spuren aktueller Aktivitäten  einen Zugang zu schaffen. An einer Stelle des Mannschaftseinganges sieht es zwar aus als hätte man da irgendwann mal versucht zu graben, aber wenn, dann schon vor sehr langer Zeit!

Bunker Bunker Bunker Bunker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da es bereits wieder einmal zu Regnen begann  machten wir uns zügig auf den Rückweg zum Auto und dann zurück in´s Hotel.

Tag vier stand ein G.O. auf dem Plan das ich schon auf meiner letzten Tour im Oktober besucht und auch erkundet hatte. Da uns damals anschließend aber auch das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte, was Außenfotos anbelangt wollte ich dort auf alle Fälle auch noch mal hin und eben auch dort die Lage checken. Es hatte sich zum Zustand des vergangenen Jahres nicht´s verändert, der Zugang war nach wie vor möglich, also beschlossen wir auch dort das Innere noch einmal zu begehen da nur ich das Werk von innen bereits kannte. BunkerVorher wollten wir aber noch zu den Kampfblöcken um dort Bilder zu machen, um nicht wieder vom Wetter überrascht zu werden ….

Bunker

 

Bunker 

 

 

Bunker

 

Bunker

 

 

Nach ein paar gelungen Fotos, rein in die Dreckklamotten und ab in die Finsternis …..
Auch hier erfolgreich ein paar Fotos gemacht die bei meinem letzten Besuch nicht so der “Brüller“ waren.

 

 

 

                                                                                       Bunker Bunker

Bunker BunkerNach knapp 3 Stunden begaben wir uns wieder an´s Tageslicht und kamen somit an das Ende der gemeinsamen Tour.

Auf der Rückfahrt nach Deutschland gingen mir die gesammelten Eindrücke durch den Kopf und es reiften konkrete Pläne für die bevorstehende Tour in 3 Wochen ……

To be continued ….  mit Tour 2 / 2013

 

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© 2018 K. Michler [ Seite zuletzt geändert am: 13.09.2016, 10:26 von Administrator ]     [ Admin login ]