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Tour Bericht Juni 2014


Am 17. Juni war es wieder mal soweit und es ging los zu einer Bunkertour nach France. Nachdem die geplante Ostertour 2014 krankheitsbedingt leider schon nach einem Tag abgebrochen werden musste, hofften wir nun auf eine erfolgreiche Tour!
Ostern, am Karfreitag konnten wir leider nur ein Werk direkt nach der Ankunft begehen, welches ich schon im Oktober 2012 und im Mai 2013 besucht hatte. Hier noch ein paar kurze Eindrücke von diesem Besuch.
Hauptdruckschott


Waschgelegenheit

  Galerie

  Galerie

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 17. Juni in Frankreich angekommen, machten wir uns auf den direkten Weg zu einem Gros Ouvrage, indem wir gegen Ende der Oktobertour 2013 auch noch kurz waren. Jetzt wollten wir dieses Werk noch einmal etwas eingehender erkunden! Am Ziel angekommen war zu unserer Freude die Zugänglichkeit wie im Oktober unverändert. Wir schlüpften in unsere Schmuddelklamotten und machten uns auf den Weg zum Einstieg. Am Eingang strömte uns der einzigartige Bunkergeruch aus dem Loch im Aussenschott entgegen und die Pulsfrequenz ging wieder einmal ein paar Takte in die Höhe. Wenn man einmal von diesem “Virus“ infiziert ist, sind die Hochgefühle immer dieselben, selbst wenn man schon einige Male vorher in dem selben Werk gewesen ist.

  Galerie

Nach dem Treppenabstieg hinunter zur Nebengalerie stellten wir sofort fest, dass hier Schrottdiebe nach wie vor ihr schmutziges Geschäft verrichten! Die Lüftungsrohre der Galerie lagen allesamt  am Boden ……

 

Nach dieser Feststellung inspizierten wir zuerst den Maschinenbereich, hier hatte sich nichts gravierendes verändert. Nachdem bei den vorhergegangenen Touren ja schon viele Fotos entstanden waren, versuchte ich nun die Motive etwas “anders“ abzulichten. Details, so wie gewisse Lichtspielerein wurden auf den Chip der Kamera gebannt.

Stößelstangen Motoren Pleullager Maschinenraum

 

 

 

 

Anschließend machten wir uns auf den direkten Weg zu den Kampfblöcken, den Kasernenbereich wollten wir auf dem Rückweg noch einen Besuch abstatten! Dieser scheinbar endlose Weg durch die Hauptgalerie ist immer wieder aufs Neue faszinierend! Man läuft und läuft und hat das Gefühl dieser “Tunnel“ hört nie auf. Nach dem Passieren des zweiten Bahnhofes in der Hauptgalerie, erreichten wir dann endlich die erste Abzweigung zu einem der Kampfblöcke. Unser Primärziel war der “Sternenhimmel“ im Munitionsbereich eines Kampfblockes, den ich bei meinem ersten Besuch des Werkes, mittels unzureichender Fotoausrüstung nur sehr schlecht abgelichtet hatte. Bei unserem Besuch im Oktober waren wir ebenfalls nicht in die Nebengalerien der Blöcke gelaufen da diese alle bis zu 15/20 cm unter Wasser stehen und wir keine Gummilatschen dabei hatten.
Da ich ja das Werk schon kannte hatte ich auf die Mitnahme des Werkplanes verzichtet und war nun etwas verwundert, dass diese Nebengalerie so klein ist. Nachdem was ich im Kopf hatte, sollte eigentlich gleich am Anfang einer der Blöcke mit einem 135 oder 75 Geschützturm kommen. Nur diese Blöcke haben alle einen Aufzug, welcher am Ende der Galerie nicht vorhanden war, nur das “nackte“ Treppenhaus hoch zum Block definitiv auf einen Block ohne Geschützturm hindeutet …. also wieder zurück in die Hauptgalerie und weiter. Der nächste Abzweig stand dann leicht unter Wasser und hier konnte ich meine im letzten Jahr erworben BW-Latschen, als Alternative zu Gummischuhs, auf Dichtheit checken. Auch in diesem unteren Bereich des Blockes war ich

Hebevorrichtung Geschützturm

etwas verwirrt da hier wieder einmal “Schrottsäcke“ bös gezündelt hatten und ich schon noch wusste das dies bei unserem Besuch 2012 auch in einem Bereich schon der Fall war, also konnte auch hier der gesuchte Sternenhimmel nicht sein, hoffte ich zumindest, denn der Ruß hätte diesen wohl völlig eliminiert!
Zumindest stiegen wir in diesem Block auch hoch und erkundeten den Geschützturm und den Kampfblock. Ich versuchte mich in ein paar Bildern mit gewissen Lichteffekten und anschließend stiegen wir wieder hinab in Richtung Hauptgalerie.

 

 

Nebengalerie zu einem Block

 

Am nächsten Abzweig stand dann das Wasser ca. 20 cm hoch …. Wieder durch und voilà , hier wusste ich, DAS  war der richtige Block. Um zwei Ecken gelaufen, “strahlte“ mich der Sternenhimmel an! Der oder die „“Künstler“ haben hier schon versucht eine besondere Atmosphäre in dieser tristen und kalten Bunkerumgebung zu “zaubern“!
"Sternenhimmel"

 

Ich bannte dieses Kunstwerk mit ein paar Bildern auf den Chip und dann stiegen wir auch hier hoch zum Block. Nach ein paar Bildern und Erkundung des Kampfblockes machten wir uns dann wieder auf den Rückweg zum Kasernenbereich, die restlichen Blöcke wollten wir nicht mehr unbedingt sehen, da sie weniger spektakulär sind. Wir "Wankarte"durchwanderten die Kaserne und ich schoss noch mal ein Foto von dieser Wandskizze einer Karte. 

 

 

 

Nach gut 3 ½ Stunden kletterten wir wieder durch das Einstiegsloch und gingen zurück zum Auto um uns erst mal etwas zwischen die Beisserchen zu schieben,  da sich der Magen langsam bemerkbar machte!

 

Wir beschlossen zum Hotel zu fahren und erst mal einzuchecken, dort angekommen wurden erst mal die nicht benötigten Klamotten und Equipment aus dem Auto ins Hotel verfrachtet. Als ich das letzte Mal zum Fahrzeug ging stellte ich fest, dass der rechte Hinterreifen fast keine Luft mehr hatte …. schöne Sch…. Also Kofferraum lehrgeräumt, Kiste aufgebockt und das “Schubkarrenradel“ montiert, im Reifen steckte ein Schraube! Nur um diese Zeit war da nichts mehr zu machen, also nägst Day neues Spiel!


Wir wollten ja an diesem Tag noch zu der Festung die wir im Oktober schon etwas eingehender erkundet hatten. Im Nachhinein wurden wir durch Bilder darauf aufmerksam das irgendwo eine Küche zu finden sein sollte, die wir noch nicht kannten. Nach einem kleinen Snack beim Mc Ko.. machten wir uns dann um 21.30 Uhr auf den Weg, bei der Festung angekommen ,verstauten wir die Ausrüstung im Gebüsch um dann das Auto in sicherer und unauffälliger Entfernung abzustellen! Nach dem kleinen Fußmarsch und dem Aufsammeln der Ausrüstung kamen wir dann schon fast im Dunklen am Eingang an. Es hatte sich augenscheinlich nichts verändert, seit wir im Oktober Vorort waren.

Im Inneren angekommen machten wir uns auf den Weg durch das Hohlgangsystem zu der Kaserne,  in der wir die Küche vermuteten! Nach etlichen Metern lagen plötzlich Kabelstücke im Hohlgang und zu unserem Entsetzen mussten wir feststellen, daß nun hier auch Kabelratten am Werk sind und die Isolierung der Kabel gnadenlos im Hohlgang abfackeln. Nach dieser Stelle gleicht der Gang viele Meter einem schwarzen Kaminschlund …. Es ist einfach nur zum Kotzen wie diese Individien mit diesen geschichtsträchtigen Orten umgehen!!


Nach einer Weile erreichten wir dann die Treppe hoch in den Kasernenkomplex, leider ist der Boden aus Blechplatten in dieser Kaserne nur noch ein “Schatten“ seiner Selbst und man muss sich mit äußerstem Bedacht fortbewegen, aus diesem Grund hatten wir im Oktober auch auf die Erkundung dieser Kaserne verzichtet! Wir durchstreiften die Räume nach und nach und irgendwann stießen wir auf die gesuchte Küche!

Kochtöpfe Küche Küche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem alles bildlich festgehalten war, machten wir uns wieder vorsichtig auf den Rückweg zum Hohlgangsystem. Wir wollten auch noch in die nördliche Kaserne die wir im Oktober auch nur kurz erkundet hatten. An ein paar Stellen im Hohlgang, auf dem Weg dorthin, zeigt dieser schon ziemliche Schäden an der Vermauerung und es ist kein wirklich gutes Gefühl mehr, diese Stellen zu passieren. Nach dem Erklimmen der halbverschüttenden Treppe am Ende balancierten wir noch durch den Gang ohne Boden auf dem Lüftungsrohr in Richtung nördliche Kaserne. Hier in dieser Kaserne muss es irgendwann mal zu einer Explosion oder Sprengung im Inneren gekommen sein,  einen natürlich Einsturz halte ich aufgrund der Zerstörungen für fast ausgeschlossen! Leider findet man hierzu keinerlei Infos, nur das die Amerikaner gegen Ende des WK II in die westliche Kaserne eingedrungen sind und damit die Kapitulation der Deutschen erreichte, die Zerstörungen befinden sich geografisch aber im nördlichen Komplex!

Zerstörungen
Wir erkundeten auch hier die Räume im Obergeschoss, im UG fehlt auch hier fast der Holzboden gänzlich und somit ist es auch nicht möglich, diesen Bereich zu erkunden, wenn man kein unsinniges Risiko eingehen möchte! Nur noch morsches Holz ....

 

 

 

 

 

Nachdem die Zeit wieder einmal schon deutlich fortgeschritten war und wir durchaus nicht mehr die “Frischesten“ waren,  kein Wunder , wir waren nun seit fast 18 Stunden unterwegs  beschlossen wir so  langsam  den Rückweg anzutreten. Die beiden nördlich gelegenen Grabenstreichen, die man von diesem Kasernengebäude erreicht, schienen uns auch nicht mehr unbedingt lohnend und so machten wir uns auch nach kurzer “Verschnaufpause“ auf den Rückweg durch das Hohlgangsystem und durch die Dunkelheit zurück zur Straße, runter vom Gelände der Festung.

 

Nach dem Rückmarsch zum Auto, fuhren wir zurück zum Hotel um mehr oder minder erschöpft in´s Bett zu fallen!
Am Folgetag, der durch die nächtliche Aktion etwas später begann, begab ich mich erst mal mit meinem flachen Reifen zu einer Werkstatt, um dann mit Händen und Füßen mein Begehr zu verdeutlichen. Zu meiner Freude war die Aktion ruck zuck erledigt und ich konnte meinen “Schubkarrenreifen“ wieder in den Kofferraum verstauen! Nun beschlossene wir zu einem nördlich gelegenen PO zu fahren, welches auf Privatgrund liegt und der Grundbesitzer nach Infos auch nicht abgeneigt sei Zugang zu gewähren. 

 

Wir hielten gegenüber des Eingangblockes und sahen uns erst einmal um. Ich hatte auf der Anfahrt eine ältere Frau im Garten des Grundstückes gesehen, die aber keine Reaktion gezeigt hatte, dafür trabte ein schwarzer Hund bellend auf uns zu …. Wir verkrümelten uns in´s Auto zurück und warteten ob das Gekläffe des Hundes irgendeine Reaktion auf dem Anwesen hervorrufen würde …. Null nichts … in den ca. 20 Minuten in denen der Hund immer wieder zurück auf das Grundstück lief um dann wieder kläffend zurück zum Auto zu kommen, geschah nichts! Ich spielte mich kurzzeitig mit dem Gedanken, direkt auf das Grundstück zu fahren, aber mangels Sprachkenntnisse, verwarf ich den Gedanken dann wieder, was sollte ich denn auch großartig sagen?! Wenn irgendwer auf das Hundegebell reagiert hätte und zu unserem Standort gekommen wäre, hätte man zumindest auf den Eingangsblock des Bunkers deuten können …. Aber nada!


Also fuhren wir wieder zurück Richtung Thionville, auf dem Weg machten wir einen kurzen Schwenk zum Gros Ouvrage Fermont, welches ja eines der größeren Museumsfestungswerke der Maginotline ist. Das GO öffnet allerdings erst um 15 Uhr und irgendwie war nach der missglückten “Hundediskusion“ am PO die Luft raus für diesen Tag weil ja auch die Nacht davor ziemlich kurz und anstrengend gewesen war. Also fuhren wir zurück zum Hotel ….. für den kommenden Tag war ja eine gemeinsame Tour mit der “Saarlandfraktion“ geplant und wir wollten die Zugänglichkeit zu einer Mine prüfen, wo wir Ostern einen vermeintlichen Zugang entdeckt hatten.


Rechtzeitig machten wir uns deswegen an diesem Tag nach dem Frühstück auf den Weg um pünktlich am Treffpunkt zu sein! Nach einer herzlichen Begrüßung machten wir uns auch unverzüglich auf den Weg um die Sachlage zu checken. Angekommen, rein in die Schmuddelklamotten, Ausrüstung geschultert und den kurzen Fußweg hinter uns gebracht, krabbelten ich und ein anderes Tourmitglied auch gleich durch das Loch. Im Inneren über eine Verschüttung gekrochen, standen wir vor einem weiteren Loch das auch überwunden wurde, leider stießen wir dann auf eine  Mauer die oben nur einen ca. 20 cm hohen Spalt aufwies, also nichts für Menschen die nicht zur Gattung Gazelle, 45 kg Lebensgewicht zählen … Zurück am Tageslicht beschlossen wir deswegen die Alternative, eine andere Mine zu besuchen wo eines der Saarländer definitiv die Zugangssituation kannte. Nach der Fahrt dorthin durften wir  einen mittleren Fußmarsch bewältigen, um zum Einstieg zu gelangen.


Nachdem dieser erreicht war, schlüpfte einer nach dem anderen in die Finsternis und wir machten uns auf den Weg durch das Stollensystem.

Stollen Stollen Stollen Stollen

Das Ziel war eine Umlenkstation für die ehemalige Erzförderung zwischen dieser und der unteren Sole der Mine. Am Ziel angekommen lichteten wir diese Konstruktion aus verschiedenen Perspektiven ab und ich machte auch noch ein paar Bilder in den abzweigenden Stollen.

Umlenkkopf Umlenkkopf Umlenkkopf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend machten wir uns dann wieder auf den Rückweg Richtung Ausgang um dort noch in einen anderen Teil der Mine abzuzweigen wo ebenfalls noch eine Umlenkanlage in die untere Sole zu finden ist. Angekommen wurde auch diese auf ein paar Bildern festgehalten. Umlenkkopf

 

Ein Teil der Truppe wollte noch in die tiefer gelegene Sole absteigen, der andere Teil wollte wieder an´s Tageslicht zurück. Ich schloss mich der Tageslichtfraktion an, da ich schon eine Weile Probleme mit meinem linken Fuß hatte, der irgendwie beim Auftreten leicht schmerzte … Also stiegen zwei in die untere Sole der Mine ein und ich machte mich mit den anderen auf den Weg zurück zum Ausgang.


Nach  gut 1 ½  Stunden kletterten dann auch der Rest der Crew wieder aus der Mine zurück an Tageslicht. Zurück an den Autos mussten wir feststellen, dass die eigentlich auch noch für diesen Tag geplante U-Verlagerung zeitlich einfach nicht mehr machbar war …. Wir setzen uns daraufhin in den Schatten, da es ziemlich warm war und futterten etwas. Wir ließen die Eindrücke und das Erlebte der letzten Stunden noch einmal Revue passieren und unterhielten uns noch eine Weile um dann auch schon wieder den Rückweg anzutreten, Richtung Saarland und Bayern …… Es war einfach wieder einmal eine feine Tour, wenn auch mit einem Tag “leerlauf“ aber man muss sich ja auch nicht unnötig stressen!


Wir hatten wieder neue sympathische und nette Gleichgesinnte kennengelernt und es war ganz sicher nicht die letzte Tour ins “gelobte Bunkerland“ …….

 

- Tour zwei, August 2014

 

 

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© 2018 K. Michler [ Seite zuletzt geändert am: 15.09.2016, 11:02 von Administrator ]     [ Admin login ]